Bedeutung
Das Wort Arbitrarität kommt aus dem Lateinischen (arbitrarius) und bedeutet im weiteren Sinne Willkürlichkeit. In dem hier gebrauchten Zusammenhang ist die willkürliche, freie Erstellung einer Ausgangssignalkurve / Sequenz gemeint.
Durch die Möglichkeit der Erfassung beliebig geformter Ausgangssignale, deckt der AWG ebenfalls die Funktionalität eines Funktionsgenerators (Sinus-, Rechteck- und Dreiecksignale) im unteren Frequenzbereich mit ab.

Im Audiobereich kann ein Arbiträrgenerator
in unteren Frequenzen als
klassischer Tongenerator arbeiten.
Anwendungsbereiche
Ein Arbiträrgenerator wird in der Elektronikentwicklung bzw. -forschung dazu verwendet, das Verhalten eines Prüflings unter verschiedenen Spannungs- / Stromverläufen zu ermitteln und ein eventuelles Fehlverhalten frühzeitig zu erkennen (DUT - device under test). Beispiele hierfür lassen sich unter anderem im Automotivbereich finden, indem die Aktuatoren (Prüflinge) mit der Start-Normkurve versorgt werden, welche das Batterie-Spannungs-Verhalten während des Startvorganges simuliert.
Eine weitere Anwendung stellt die Überprüfung von Wechselrichtern in der Photovoltaik dar, welche mit den möglichen Ausgangsspannungsverläufen eines Solarpanels bei verschiedenen Lichtverhältnissen (Glockenkurve) getestet werden.Auch ist das Hinterlegen einer Akkuladekurve problemlos möglich. Hierbei kann den verschiedenen Erfordernissen der unterschiedlichen Akkutypen rechnung getragen werden und ein schonender Ladeverlauf wird realisiert
Diese Beispiele lassen sich beliebig erweitern.
Fazit: Der Arbiträrgenerator ist somit ein Simulationsgerät real existierender Bedingungen, ohne diese wirklich schaffen zu müssen. Der Versuchsaufbau kann durch den Einsatz eines Arbiträrgenerators entsprechend einfach gehalten sein. Ferner ist eine Reproduzierbarkeit jederzeit gegeben, solange die Steuerdatei vorhanden ist.
Aktualisiert (Mittwoch, den 01. September 2010 um 12:34 Uhr)
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